From: Volker Mueller <volker@rashaan.ndh.com>
Subject: Re: Christian is putt!
Date: 22 Dec 1997 12:01:45 +0100

Henning Sponbiel wrote:
>Volker Mueller wrote:

>>>Henning "Donnerstagsanhaenger unter die Guillotine" Sponbiel

>>Du solltest noch zwei Wochen warten, dann sparst Du Dir eine ganze
>>Menge Arbeit!

>Ach ja, die Haeretiker, die glauben, dass statt eines normalen
>Jahreswechsels immer ein Jahrhundertwechsel (oder auch zusaetzlich zum
>Jahreswechsel) stattfinden soll, latuernich auch.

Ich sehe schon, Du hast das System nicht verstanden.

Kein Jahrhundertwechsel, eher einen Jahrhundereinswechsel.

Ein paar Verse aus der Genesis (Urfassung) wird auch Dich erleuchten,
Zweifler:

[ Montag, 1 ] Am Anfang war der Montag und der Montag war bei den
Urvätern und die Urväter waren der Kalender und der Kalender war die
ehernen Richtlinien und die Richtlinieen waren das Licht und das
Licht war der Montag und der Montag war Rekursion.

[ Montag, 2] Und die Urväter sahen, daß dies zwar einerseits verwirrend
rekursiv aber andererseits rekrursiv verwirrend war. 

[ Montag, 3 ] Die Urväter aber, von Anbeginn der Zeiten an daran
gewöhnt und dadurch nicht zu verwirren, waren verwirrt, denn es war
niemand der sich verwirren ließe und ihre Kalender kaufe. So schufen
die Urväter den Menschen aus einem Blatte des ewigen Kalenders nach
ihrem Bilde und nannten ihn Mensch auf daß er sich verwirren ließe und
den urvätern diene. Und es war das nullte Jahr.

[ Montag, 4 ]  Und der Mensch diente den Urvätern und mehrte sich und
war ob der Rekursion verwirrt und murrte nicht wider die Urväter. 

[ Dienstag, 1 ] Der Mensch jedoch, ward bald unzufrieden des Dienstes
und
murrte wider die Urväter ob der Langeweile des Diestes.

[ Dienstag, 2 ] Und die Urväter sahen daß Montag langweilig war und dem
Kalendergeschäft wenig umsatzfördernd.

[ Dienstag, 3 ] Und die Urväter sprachen "Es werde eine Zahl, prim sei
ihre Eigenschaft, Einhunderteins ihr Name, Jahr ihr Zeitraum, fürderhin
für alle Ewigkeit. Und der Name des Tages sei Dienstag, auf daß ihr die
Jahre unterscheiden könnet". Und es war das Einhundertunderste Jahr.

[ Mittwoch, 1 ] Am Ende des Jahres schwand die Wirrnis unter den
Menschen und die Kalender des nullten Jahres erhoben sich aus dem
Dunkel. Un es erhob sich ein Schimpfen unter den Menschen ob der
Tristheit des Daseins.

[ Mittwoch, 2 ] Und die Urväter sahen, daß zwei Tage zu einfach
waren und das Geschäft stagnierte.

[ Mittwoch, 3 ] So ließen sie es werden Mittwoch, und der Mensch begann
neue Kalender zu kaufen. Und die Urväter schufen das Fraunsleut um dem
Menschen zu erfreuen und zu begleiten, auf daß die Wirrnis zurückkehre.
Und es war das zweihundertundzweite Jahr.

[ Donnerstag, 1 ] Und es begab sich zum Zeitpunkt der Jahreswende, daß
die Menschen begannen sich wider die Urväter zu erheben, denn der Name
des Jahres Mittwoch war am falschen Platze der dreien und die Menschen
nannten das Jahr Endwoch um der Ankunft des Montages zu huldigen.

[ Donnerstag, 2 ] Und die Urväter sahen, daß Mittwoch unlogisch war und
waren erzürnt ob der eigenen Dummheit.

[ Donnerstag, 3] So ließen sie die Dunkelheit regieren über dem
Menschen ob der Erhebung wider sie. Und sie ließen es regnen und
blitzen und donnern über dem Menschen. Und der Name des Jahres war
Donnerstag. Und es war das dreihundertunddritte Jahr.

[ Freitag, 1 ] Und es verbreitete sich Müdigkeit unter den Menschen ob
der Mühsal des Dienstes.

[ Freitag, 2 ] Und die Urväter sahen, daß zu viel Dienst zu anstrengend
war.

[ Freitag, 3 ] Und die Urväter sprachen zu den Menschen: "Seid getrost,
denn die Gerechten unter Euch sollen arbeiten noch ein Jahr, auf daß
sie zwei Jahre frei bekommen sollen. Und dann soll beginnnen die Woche
erneut und es sollen sein fünf Jahre der Mühsal und zwei Jahre des
Frohlockens fürderhin." Und die Menschen frohlockten und dienten
erfreut das ganze Jahr. Der Name des tages ward Freitag, um die Ankunft
der freien Tage zu künden. Und es war das vierhundertundvierte Jahr.

[ Freitag, 4 ] Einige unter den Menschen dienten nicht den Urvätern
sondern dienten anderen Menschen und erzürnten so die Urväter, denn zu
dienen den urvätern war die Aufgabe des Menschen. Und die Urväter
straften die Feuerwehrleute und die Krankenpfleger und die
Polizeibeamten und die Eisenbahner und nehmen ihnen die freien Tage,
auf daß sie löschen und pflegen und streifefahren und lokführen für
alle Zeit in Ewigkeit.

[ Samstag, 1 ] Und die Menschen sprachen: "So wollen wir feiern, denn
Morgen beginnt der zweite Tag des Ausschlafens"

[ Samstag, 2 ] Und die Urväter sahen, daß eine Feier nur gerecht war,
denn die Menschen hatten ihnen gut gedient.

[ Samstag, 3 ] Und die Urväter sprachen: "So lasset uns schaffen, eine
Feier zu künden vom Kommenden Jahr" Und sie nannten die Feier
"_Sy_stemweiten _L_eittageswechseltag, _v_erbunden mit dem
_E_inhunderteinsjahres_s_prungfest_tag_ gemäß den _e_hernen
_R_ichtlinien" und kürzten sie ab "SyLvEsteR"

[ Samstag, 4 ] Und die Urväter sahen, daß die AbKürZung c00l war und
rulte. Und der Name des Tages war Samstag und es war das
fünfhundertundfünfte Jahr

[ Sonnntag, 1 ] Unter den Menschen ward Jammern und Klagen ob des
Regenwetters seit Donnerstag und an den freien Tagen. Und die Menschen
wendeten sich ab von den Urvätern.

[ Sonntag, 2 ] Und die Urväter sahen, daß Dauerregen am Wochende
ungerecht war.

[ Sonntag, 3 ] So ließen sie aufreißen die Wolken und die Sonne über
den Menschen scheinen, denn die Menschen hatten wohlgetan.

[ Sonntag, 4 ] Und der Name des Tages ward Sonntag und es war das
sechshundertundsechste jahr.

[ Woche, 1 ] Am Anfang der Woche waren die Urväter und der Name war
Montag und der Dienstag war der folgende. 

[ Woche, 2 ] Und die Urväter sahen, daß die Woche gut war.

[ Woche, 3 ] Und die Urväter sprachen: "So lasset es sein für alle Zeit"
Und die Menschen frohlockten und lobpreisten die Urväter, auf daß der
Name der Tage künde von den Werken der Urväter.

Volker

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