From: Volker Mueller <volker@rashaan.ndh.com>
Subject: Re: Netzwerk der Verschwoerer
Date: 12 Jun 1998 15:36:31 +0200


Mickey Kottenhahn wrote:
>> >>Das halte ich aber für ein Gerücht. Die Rebellen aus Wesseling sind
>> >>sicher auch meiner Meinung.
>> 
>> >was hab ich mit denen zu tun?
>> 
>> Wenn Du noch niemals versucht hast, sie einzugemeninden:
>> wahscheinlich nichts.

>Na prima. Und da ich mich auch (noch?) nicht verpflichtet sehe, dass zu
>tun, kann ich mich ja auch getrost zuruecklehnen.

Wenn dem so ist, dann gut, lehne Dich zurück. Aber versuche _niemals_
sie einzugemeinden. Denn schon die alten Schriften warnen:

Buch der Kommunalreform, Vers 17: Und der Fürst sprach: "Die
Giftküchen und die Wolkenwerke des Südens der linken Seite, sollen
sein Teil der Umzäunung des Reiches immerdar, wie auch schon die
Siedlungen der rechten Seite des Überganges des Severin, auf daß wir
die sechste Potenz der Zehn überschreiten"

Vers 18: Die Köche des Giftes und die Werker der Wolken murrten wider
den Fürsten, und riefen die Dämonen der Giftküche und die Herren
der Wolkenwerke zu Hilfe an, denn sie wollten nicht Teil sein, von
dem der Fürst gesprochen.

Vers 20: Und die Dämonen des Giftes und die Herren der Wolkenwerke
sprachen: "Beleuchtet die Straße die führet von der Stadt der Könige
zur Stadt des Fürsten auf Eurem Gebiete, wie es die Völker im Westen
tun, denn auch sie sind nicht Gebiet des Fürsten. Rufet die Gerechten
des
Reiches und zahlet uns unseren Tribut. Sodann wird der Bann des
Fürsten Euch nicht treffen."

Vers 21: Und die Köche des Giftes und die Werker der Wolken
beleuchteten den Fahrweg, wie die Dämonen ihnen geraten hatten. Die
Dämonen aber verwirrten den Geist des Fürsten.

Vers 21a (apokryph): Und eine Dunkelheit legte sich über das
Fürstentume, und es erhob sich ein Wehklagen zu beiden Seiten des
Stromes.

Vers 22: Un es begab sich, daß der Fürst zu seinem König gerufen
wurde. Als er die Stadt der Giftküchen pasierte sah er die Lichter
über dem Fahrweg, und rief: "Weh mir, denn ich habe Besitz ergriffen
von den Völkern des Westens! Wehe meinem Reiche, denn die Völker des
Westens sind uneins und sprechen verscheidene Sprachen! Wehe meinem
Volke, denn die Völker des Westens, die Erschaffer der in Öl
gesiedeten Kartoffelstifte und der gezeichneten Krieger werden sich
nun weigern, mein Volk an der Labsal Ihres Schaffens teilhaben zu
lassen. Weh Mir!

Vers 23: Und der Fürst wandelte im Dunkel bis vor die Tore des
Königs, warf ölige Asche auf sein Haupt und wehklagte. Der König aber
wandte sich ob der Verwirrung des Fürsten an die Gerechten des
Reichen, welche sprachen: "Der Fürst hat getan des Unrechtes, und die
Dämonen des Öles und des Oliphines errzürnet. Er solle lassen gehen
die Köche des Giftes in Frieden und die Dunkelheit wird sich von
seinem Fürstentume heben."

Vers 24: Und der König sprach: "So soll es sein. Niemand soll
Anspruch erheben auf die Häuser der Köche und Werker, auf die Höfe
der Ehrbaren und die Burgen der Herren. Du aber Fürst, gehe heim um
und verkünde die Entscheidung, und gräme Dich nicht daß der
dekadische Logaritmus der Zahl Deiner Getreuen nur noch die Fünfe
betrage."

Vers 25: Der Fürst wandelte heim, entließ das Volk der Köche und
Werker aus seinem Reiche und die Dunkelheit hob sich von der Stadt.
Der Fürst aber weinte bitterlich ob des armseligen Logaritmus.

Vers 26: Und die Urväter hatten Mitleid mit dem Fürsten und brachten
Fruchtbarkeit unter die Seinen auf daß sie sich mehrten um den
Logaritmus zu erhöhen.

Lobpreis sei den Urvätern, in Ewigkeit und immerdar!

Volker
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