From: ina.dauer@luebeck.netsurf.de (Ina Dauer) Subject: Re: Posting-Statistik der Woche Date: Wed, 06 Jan 1999 15:08:11 GMT On Wed, 06 Jan 1999 06:44:48 GMT, sponbiel@gmx.net (Henning Sponbiel) wrote: >>>Nicht alle. Ein paar meiner Hamster haben mir geholfen. > >>Dafuer sind aber ein paar neue aufgetaucht. Ohne Karl Mueller waere >>ich nicht hier. > >Erzaehl! > >Aber bitte mit Spannungsbogen. Also nach allen Regeln der Kunst. Eines schoenen Tages, die Sonne schien, die Voeglein zwitscherten, die Wellen plaetscherten leise an den Zwischennetzstrand surfte ich leichten Herzens durch die endlosen Weiten der Welt-Warteschlange. Dort gefiel es mir sehr gut, denn dies war eine Welt voller bunter Farben, stilvoller Rahmen und bewegter Bilder. An einigen Stellen bekam man Kaffee von fernen Inseln und Kekse angeboten an anderen wiederum konnte man sich mit zauberhaften Wesen unterhalten, die recht ungewoehnliche Namen trugen. Diese Wesen benutzten Punkte, Striche und andere merkwuerdige Zeichen, mit denen sie Gefuehle ausdruecken konnten und manchmal auch geheime Botschaften weitergaben, deren Sinn sich nur Eingeweihten erschliessen konnte. Doch immer oefter begegnete ich Worten wie Anwendernetz und Neuigkeitengruppen. Das erweckte meine Neugier und ich fragte meinen Surfbrettverleiher wo ich dieses unbekannte Land denn finden koennte. Er gab mir eine Geheimadresse, die aus verschiedenen Buchstaben und Punkten bestand und sagte mir, dass ich damit meinen winzig-schnellen Ausgucker fuettern muesse um den Zugang zu diesem Reich zu finden. Ich tat wie mir geheissen und nur kurze Zeit spater hatte ich den geheimen Eingang gefunden. Doch was war das? Diese Welt war trist und oede. Keine Farben, keine Bilder, viele Fragen, wenig gute Antworten. Also verliess ich diesen Ort schleunigst wieder und ging zurueck in das ach so praechtige Zwischennetz. Nach einiger Zeit aber bemerkte ich, dass die dortigen Eingangswaechter immer mehr von meinem Geld haben wollten. Auch erschien mir das Ganze nun nicht mehr so verlockend, denn an vielen Orten mußte man lange warten, bis sich die Wunder entfalteten. Auch wurde man oft in graue, trostlose Sackgassen gelockt. Da erinnerte ich mich an das Anwendernetz. Ich begab mich wieder dorthin und trat in einen Raum, in dem Witze erzaehlt wurden. Sehr oft war dort auch die Sprache von einem boesen Intriganten namens Karl Mueller, der das hohe Haus des Anwendernetzes davon ueberzeugen wollte einige Raume fuer immer zu schliessen, auf dass die dort Ansaessigen ohne Heimat waeren. Ich besuchte diese Raeume um herauszufinden, ob die Vorwuerfe dieses Mannes gerechtfertigt waren. Aber ich fand nichts, was mich mich in meiner sauberen Moral verletzt haette. Als ich allerdings den letzten Raum betrat, er fuehrte das Wort 'bizarre' in seinem Namen, erschrak ich, denn dort war von Blut...bad und Kettensaegen die Rede. Ausserdem verschloss sich mir der Sinn der dort verteilten Nachrichten der Bewohner gaenzlich. Doch nun war meine Ehrgeiz geweckt und ich wollte die Geheimnisse dieses Raumes erforschen. Wochenlang versuchte ich alle Nachrichten zu lesen und nach einiger Zeit begann ich sogar auf einige zu antworten. Das Geheimnis habe ich bis heute noch nicht lueften koennen, aber ich werde weiter daran arbeiten. Allerdings muss ich sagen, daß die Bewohner dieses Raumes ein wenig hinterhaeltig sind, denn sie haben an ihrer Tuer keinen Hinweis angebracht, daß man bei laengerem Aufenthalt suechtig werden kann. In"mehr Regeln hat meine Kunst nicht"a PS. Von dem boesen Intriganten ward bis heute nie wieder etwas gehoert. Und wenn er nicht gestorben ist, dann postet er noch morgen. -- Posten in detebe - Beschaeftigung bis ins hohe Alter. (Dieter Tikovsky in detebe)