From: privat@karlvalentin.de (Karl Valentin) Subject: Re: "Freunde" der Kelly Family aufgepasst! Date: Fri, 08 Jan 1999 12:05:22 GMT Am Thu, 07 Jan 1999 20:00:19 GMT schrieb dieter.tikovsky@nwn.de (Dieter Tikovsky): >>>>>Was lernt uns das? Am 1.1. hatten die Geschaefte zu und sie konnte >>>>>kein neues Telefon kaufen? >>>> >>>>Du bist der Loesung auf der Spur. >>>> >>>Loesung? Dann war es wohl doch kein Wodka, sondern mehr sowas wie ein >>>Molotow-Cocktail? >> >>Molotow soll sehr gern Wodka getrunken haben. >> >Und da es auf Wodkaflaschen kein Flaschenpfand gibt, hatte er viele >leere Flaschen zur Produktion von Mollis. Die Historie des Molotow-Cocktails ist bis heute allerdings noch sehr unbekannt, aber da ich zu den Wissenden gehöre, möchte ich sie euch nicht vorenthalten. Die Russen waren immer ein ganz fröhliches Volk. Man hat viel gefeiert, und das mit russischen Zupfkuchen und gutem, selbstgebranntem Wodka und man tanzte Kasatschok, bis die Schuhe keine Sohlen mehr hatten. Und es gab nichts, was sie bedrückt hatte. Dummerweise hatten sie einst ihren Rausch ausgeschlafen und mußten feststellen, daß sie in einem Zarentum lebten und unterdrückt werden. Das paßte den fröhlichen, geselligen Russen aber nicht, und sie wurden schwermütig, weil sie mit der Situation nicht mehr zurechtkamen. . Auch ließen die Russen das feiern sein, ebenso wie das Trinken. Und weil keiner mehr selbstgebrannten Wodka trank, füllten sich die Lagerhallen damit und man siechte weiter mit seiner Schwermut dahin. Einst aber kam einem gewissen Lenin eine Idee, wie man den Mißstand beheben konnte. Er hatte gehört, daß Zaren wie alle Adligen blaues Blut haben. Da er auch wußte, daß Alkohol blau macht, war er der festen Überzeugung, man müsse trinken, was nur reingeht. Damit bekomme man blaues Blut, die Unterschiede wären aufgehoben und das Problem wäre gelöst. Die Russen begannen also, sich über die Vorräte des Selbstgebrannten herzumachen und sie tranken und tranken und tranken und tranken. Doch sie konnten trinken wie sie wollten, die Zustände besserten sich. Empüttert und wütend über das Mißlingen, planten sie den Palast des Zaren abzubrennen. Zwecksdessen zündeten sie immer Streichhölzer und warfen diese auf den Palast. Dort kamen sie aber nicht an, weil die Streichhölzer immer vom Winde verweht wurden. Diesmal kamen die jungen Russen Molotow und Cocktail auf die Schnappsidee, man könnte doch das Streichholz an einer Flasche Selbstgebrannten befestigen, damit das Streichholz schwerer wird. Gesagt, getan. Die Russen brachten an jedes Streichholz eine Flasche Selbstgebrannten. Sie zündeten das Streichholz, warfen es auf den Palast, wo natürlich die Flasche zerbarst und der gute Selbstgebrannte in Flammen aufging. Das ist also die Geschichte des Molotow-Cocktail - Wurfgeschosses. Gruß, Karl -- detebe-Heimwerker und Feigling