From: "Knut König" <kk17@rcs.urz.tu-dresden.de>
Subject: Re: Bin neu hier - TEST
Date: Sat, 05 Jun 1999 22:23:30 +0200

Ina Dauer schrieb:
> 
[Absinken der Fraensleutquote]
> 
> Erzaehl!

Es trug sich zu, das meine speziellen Freunde der Umwelt und Natur, auch
Oeko-Terror^WAktivisten genannt, den detebe-Forst in seiner
Artenvielfalt ergaenzen wollten. Und der Gedanke ist nicht mal so
verkehrt gewesen, wenn ich bei der Ausfuehrung auch hinzugezogen worden
waere. Aber nein, sie mussten die Gelegenheit miszbrauchen, da ich durch
die Schweinejagd fuer Henning abgelenkt war. Heimlich schleppten sie
durch ein unvollstaendig geschlossenes VAW-Gate ein Paar Elbebieber in
die Realitaet[tm]. Haetten sie doch wenigstens beruecksichtigt, dasz
diese Tiere fuer viel groessere Gewaesser ausgelegt sind, als sie die
lieblichen Baeche der realen Waelder aufweisen. Und so kam es, wie jeder
halbwegs von OBI geschulte Bieberkenner geahnt haette. Da hier jeder
Stamm fuer 'n Aeppelund'nEi zu haben ist, und die Bieber Beziehung zu
einer Magdeburger Legebatterie und einer Stendaler Obstplantage hatten,
konnten sie problemlos einen riesigen Staudam um die Stille Quelle
anlegen. Und just zu dieser Zeit hatte ich eine Frauensleutgruppe von
den Osterinseln zu meiner beliebten Vergnuegun^WStudienreise in den
detebe-Forst eingeladen. Wie jeder weisz, benoetigen sie jeden morgen
eine Waschung mit Wasser, da dort wo sie her stammen, jeden Tag das Fest
der Fruchtbarkeit gefeiert wird. Ich hatte ihnen gesagt, wo sie sich mit
jungfraeulichem Wasser rituell reinigen konnten und machte mich auf die
Jagd.
Diese erwies sich als sehr kompliziert, die Rotte mit den Verwandten vom
Marzipanschwein fiel aus Piaetaetsgrunden weg, ich kann nun mal keine
Schwein heulen sehen. Und es sollte unbedingt ein Paar sein. Fast schon
verzweifelt pirschte ich also durch Dickicht und Tann. Ploetzlich
vernahm ich eine Rascheln und Laute wie von verendenden Tieren.
Vorsichtig ging ich naeher, denn schliesslich muss ja ein Foerster dem
Leid ein Ende bereiten. Und endlich konnte ich auch verstaendliche Laute
wahrnehmen: "Du machst mich tierisch an!" *keuch* "Was hast Du denn
wieder fuer schweinische Gedanken?" *schmatz* "Nimm mich, Du starker
Eber!" *flutsch* *stoehn* "Los, mach mich fertig, gib mir Tiernamen!"
*aechts* "Oh, Du geile Sau, gleich kommen die vielen Ferkel!" ... kein
Zweifel, ich hatte ein Paar Schweine gefunden! Ohne laenger zu zoegern,
denn wie schnell dreht der Wind und die Witterung steigt dem Wild in die
Nase, legte ich an und lies meine Zwillingsbuechse krachen! Als sich die
Pulverwolke gelegt hatte, lauschte ich noch kurz, aber kein abgehendes
Geraeusch war zu hoeren, also zwei Volltreffer. Danke, OBI-Schrot! Ich
wies meine Axtschwingsklaven an, die erlegten Stuecke zum Forsthaus zu
tragen.
Nun wollte ich noch schnell nach meinen Gaesten sehen und eilte zum
Bach. Doch was fand ich vor? Ein riesiger See nahm die Stelle der
Quelllichtung ein. Er war zwar immer noch still, aber von den
Frauensleut nichts mehr zu sehen. Moeglicherweise hatten sie noch eine
Chance gehabt, und sich in die Quoten retten koennen, die rund um die
Quelle wuchsen. Aber dies Baeume sind sehr hydrophil und sinken recht
schnell. Tja, und so kam der detebe-Forst zu seinem Stillen Ozean, und
die Frauenquote sank auf dem Weg zu den Osterinseln.

Der Foerster
-- 
"Im Augenblick koennte man zwei Stunden lang George Lucas'
haarigen Hintern zeigen, und der Film wuerde mehr Zuschauer
haben als die Titanic."        Lou Tambone von StarWarz.com

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