From: Stefan Soher <stefan@detebe.de>
Subject: Re: 1. RfD: Umbenennung von de.talk.bizarre
Date: Fri, 15 Oct 1999 15:50:13 GMT

Wilfried Klaebe schreibt am Thu, 14 Oct 1999 19:40:26 +0200:

>>Stefan, auf Verluste
>
>Was'n das für'n Stoff? Wie wirkt das? Wenn ja, kann ich davon was
>abhaben?

Ver-lu-ste [fer'luste] (m. pl.): weißes Pulver; wird aus dem Saft, den
Blättern, den Blüten, dem Stengel, den Pollen und der Wurzeln des
gemeinen ->Loozas ['lu:sa] gewonnen, eines Strauches, der in allen
Längen und vor allem ->Breiten wunderbar gedeiht. Fallweise wurde
versucht, die Pflanze als Grünanlagen-Gestaltungselement einzusetzen,
der ->Erfolg blieb jedoch aufgrund der Explosionsneigung zweifelhaft.
(Die entstehenden Verluste trieben den Gärtner in den ->Ruin.)
Ein Anbau ist wegen der weiten Verbreitung i. d. R. nicht
erforderlich. Falls doch nötig, eignen sich geschlossene Parlamente
und ehemalige Wahlzentralen hervorragend als Biotope.
Die Herstellung der Droge erfolgt durch beständiges Angreifen der
Pflanze von allen Seiten, vornehmlich von rechts. Die Pflanze gerät in
->Panik und versucht, die Sekretion zu verhindern; der entstehende
Zwiespalt fürt zur ->Explosion. Verluste werden durch einfaches
->Hinnehmen konsumiert, sie führen zu einer verzerrten Wahrnehmung
aller gegebenen Situationen. Schuldgefühle verschwinden, sie werden
durch die Droge auf ->Andere projiziert.
Aufgrund der einfachen Herstellung und der reichlichen Verfügbarkeit
bringt die Droge keine hohen Preise. Konsumiert wird sie dennoch
häufig von A-Schicht-Konsumenten, Selbständigen, Freiberuflern und in
nicht zu unterschätzender Menge von Politikern.
Die Herstellung von Verlusten für den Eigenbedarf ist in ganz Europa
legal, industrielle Fertigung steht jedoch in vielen Ländern unter
Strafe(->Krida).

HDH,

Stefan

Zurück Einführung Übersicht Weiter