From: domina-studio@gmx.net (Ina Dauer) Subject: Re: Tolles Wetter - tolles Treffen? Date: Sat, 05 Jun 1999 10:16:03 GMT Ollie Bleckmann schrieb am Sat, 05 Jun 1999 07:37:08 GMT: >>>>Dann ueberweise mir doch bitte das Gehalt der letzten 42 (3) Jahre. >>>>Immerhin haben wir jetzt schon Samstag. >>> >>>[ ] Du kennst das detebe-Gehaltssystem. >> >>[X] Nein. > >Dann erklaer es mir doch bitte. Das detebe-Gehaltssystem beruht, aehnlich wie in der virtuellen Aussenwelt auf der reinen Willkuer[tm]. Das mag auch der Grund sein, warum es in der Realitaet[tm] nur sehr wenige Angestellte gibt und die meisten Mitbewohner die Selbstaendigkeit anstreben. Arbeitsvertraege existieren weder muendlich noch schriftlich. Vielmehr ist es so, dass die Angestellten, was Arbeitszeitregelung und Gehaltszahlungen anbetrifft, ganz allein auf das Wohlwollen ihrer Chefs angewiesen sind. Wenn sie Glueck haben, wird ihnen erlaubt, an den jeweiligen Einkuenften insofern zu partzipieren, als sie in der Lage sind, andere Mitbewohner mit mehr oder weniger drastischen Mitteln zu ueberzeugen, ihnen ein wenig Geld zu ueberlassen. Fuer niedere Arbeiten halten sich fast alle detebeler Studenten oder Sklaven, bei denen sich die laufenden Kosten auf ein Minimum beschraenken lassen. Ein Sozialsystem gibt es in der Realitaet[tm] nicht. Aufwendungen bei Krankheitsfaellen sind aus der eigenen Tasche zu zahlen. Das Krankheitsversorgungssystem geniesst einen sehr zweifelhaften Ruf, die Behandlungen sind als extrem teuer anzusehen. Aus diesen Gruenden ist es nicht verwunderlich, dass der Krankenstand unter den aufrechten Wahrheitsfindern gegen Null geht. Ein Auftauchen des Netztarztes hat schon bei einigen zu wundersamen Heilungen gefuehrt, bevor eine Behandlung vollzogen werden konnte. Auch unverschuldet in Not geratene Bewohner koennen mit keinerlei Zuwendungen aus oeffentlichen Geldern rechnen. Der dafuer zustaendige KK-Verwalter lehnt jegliche Zahlungen kategorisch ab. Nur mit einer ihm genehmen Begruendung werden Zahlungen aus der KK getaetigt. Dies kommt aber aeusserst selten vor und ist mehr oder weniger nur eine Alibifunktion um das Misstrauen der Bevoelkerung gegenueber der KK-Fuehrung zu daempfen. Ueber Geld wird in der Realitaet[tm] nur selten gesprochen, die meisten Bewohner haben irgendwo eine geheime Geldquelle, die sie natuerlich nicht preisgeben wollen. Neben den regulaeren Zahlungsmitteln haelt sich aber auch ein schwunghafter Naturalien- bzw. Dienstleistungshandel. Auch hier gilt: Eine Hand waescht die andere, solange es nicht der Netzarzt oder die DomIna sind. Beim Tellerwaescher sollte man sich allerdings vorher erkundigen, welches Spuelmittel er benutzt, damit es nicht zu unliebsamen Ueberraschungen kommt. Tut mir leid, aber das ist nun doch etwas ausfuehrlicher geworden. >>Aber einen Versuch war's wert. > >Ja, wenn die Chemie stimmt... ...kann man darin gerne ein Bad nehmen. Ina